Freitag, 30. November 2007

lo mio

lo mio no es la gota que cae sobre la piedra.

lo mio es la gota que cae en el vaso.

y que lo hunde.

Mittwoch, 21. November 2007

nanoficción - microrrelato

ALEJANDRO JODOROWSKI (México): “Después de la guerra” (38 palabras)

El último ser humano vivo lanzó la última paletada de tierra sobre el último muerto. En ese instante mismo supo que era inmortal, porque la muerte sólo existe en la mirada del otro.

En: Lauro Zavala, Minificción mexicana, p. 198

JAIRO ANÍBAL NIÑO (Colombia): “Cuento de arena” (33 palabras)

Un día la ciudad desapareció. De cara al desierto y con los pies hundidos en la arena, todos comprendieron que durante treinta largos años habían estado viviendo en un espejismo.

En: Henry González Martínez, La minificción en Colombia, p. 60

MÓNICA LAVÍN (México): “Motivo literario” (32 palabras)

Le escribió tantos versos, cuentos, canciones y hasta novelas que una noche, al buscar con ardor su cuerpo tibio, no encontró más que una hoja de papel entre las sábanas.

Retazos, 1996

Gefunden in einem Aufsatz von David Lagmanovich.

Dazu passend:

Nanophilologie.

Literarische Klein- und Kleinstformen

Microrrelatos – Microficciones

Ein internationales Micro-Symposium am
Institut für Romanistik der Universität Potsdam

23. November 2007, ab 9 Uhr





Montag, 19. November 2007

ya está y todos estamos

aus dem kommunikationsmanager Medien-Newsletter des F.A.Z.-Instituts:

Europa: Jugendliche nutzen Internet häufiger als Fernseher
Junge Europäer nutzen erstmalig häufiger das Internet als den Fernseher. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Mediascope Europe 2007" der European Interactive Advertising Association (EIAA), des europäischen Verbands der Onlinevermarkter. Europaweit sind 82 Prozent der 16- bis 24-Jährigen zwischen fünf- und siebenmal pro Woche im Netz aktiv, lediglich 77 Prozent sehen regelmäßig fern. In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: 75 Prozent der 16- bis 24-Jährigen nutzen fünf bis sieben Tage die Woche das Netz, lediglich 66 Prozent sind regelmäßige Fernsehzuschauer.

Freitag, 9. November 2007

wenn schreiber über schreiben schreiben, schreiben schreiber schreiben tot


aufzunehmen in die fünf-beste-Themen-für-eine-Dissertation-
die-dann-aber-doch-nicht-geschrieben-wird-Liste:

  1. "wenn schreiber übers schreiben schreiben", nachzulesen bei borges, king, vargas llosa, süsskind, eco, usw. (analyserahmen: autopoetiken vs. rezeptionsgeschichte)
  2. "cesar aira auf pappe. lateinamerikanische avantgarde- und independent-verlage." (fokus: bestandsaufnahme, soziokulturelle analyse -warum so? warum jetzt?-, historischer vergleich)
  3. "auswege für den geist. deutsche geisteswissenschaften zwischen selbstverteidigung und selbstaufgabe." (gretchenfrage: wie hälst du es mit der tradition?)
weiter bin ich noch nicht. blorges fehlen zwei themen für die liste! wer kann mir helfen?

Donnerstag, 25. Oktober 2007

holy shit im moskau


heilige scheiße kommt, wie man weiß, selten allein und daher dürfen sich hamburg, stuttgart und berlin dieses jahr zur weihnachtszeit auch über einen feinen markt freuen, der unser aller stadtluftherz doller pumpen lassen soll. Oja!


das ganze mit eingebauter wohlfühlgarantie, denn wer sich hier sinnentleert verkaufrauscht, tut es wenigstens zugunsten junger designer, die das geld sicher auch wieder gut raushauen.

Also, everybody, Happy Shitmas schonmal vorab and see you at the café moskau.

Holy Shit Shopping

Mittwoch, 19. September 2007

spring

comic-art aus hamburg von dem sehr weiblichen spring-kollektiv.

http://www.spring-art.info/main.html


am samstag gibt es finnissage dazu im neurotitan in berlin

NEUROTITAN [shop & galerie]
im Haus Schwarzenberg
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin-Mitte

Dienstag, 18. September 2007

there's lyric in the tube

Die Süddeutsche schreibt am Mi.12.Sep.07 (Literatur/S.16):

An eine Userin. Drehbücher der Zukunft: Verfilmte Gedichte im Internet könnten die Lyrik-Rezeption revolutionieren.

Im Netz entwickelt sich ein neuer Nischen-Trend, lyrische Texte visuell zu inszenieren,

“unverstaubt, modern, als sprachmächtiger Gegenpart zur verrückten Bilderwelt unserer audiovisuellen Unterhaltungsstruktur”.

Die Clips

“könnten die Lyrikrezeption völlig verändern, so wie in den 1980ern Videoclips die Wahrnehmung und Vermarktung von Popmusik revolutionieren: Lyrik ist im Clip nicht länger ‘nur’ auf Worte angewiesen, sondern wirkt wie Kino durch Sound, Stimme und Bilder.”

“Man kann nun einwenden, mit einem Clip werden die sprachliche Macht eines Gedichtes beschnitten und an die audiovisuelle Kultur angepasst. […] doch ist der kulturkritische befürchtete Nebeneffekt, der Leser müsse ‘nicht
länger selbst denken’ [unbegründet]. Denn das muss er sehr wohl, da die Verfilmung ein Gedicht weniger erklärt als ausdeutet und neue Fragen stellt.”

Clipbeispiele findet man unter www.sueddeutsche.de/lyrik

Und einer schonmal vorab hier im Blog:


Dienstag, 11. September 2007

Pulp friction - eine Nachlese

hätte Herr Hipp nicht bereits in den 50er Jahren angefangen, seinen vom antifaschistischen Vater übernommenen Konzern auf Bionahrung umzustellen, dann wären vermutlich die Grünen nie über ihre pränatale Protestphase hinausgekommen. So aber konnten sie Babynahrung schlürfen und schon mit Drei über grüne Landschaften meditieren (SZ vom Wochenende, 01./02.09.2007). Denn auf dieser Erde sind wir nur zu Gast, verehrte Jenny Erpenbeck,

aber bevor wir das Quartier insgesamt räumen, sind wir wie zur Vorübung immer wieder zu Gast: in fremden Wohnungen, Sommerhäusern oder Hotels. Wo auch immer wir kürzere oder längere Zeit verweilen, machen wir zumindest eine Tür auf, treten ein, atmen, sitzen vielleich auch auf einem Stuhl, essen von Tellern, trinken aus Gläsern, schlafen in Betten, [...] drehen beim Abschließen den Schlüssel nur einmal statt zweimal im Schloss, wie es der Hausherr sonst tut. (FAZ, Bilder und Zeiten, 01.09.2007)
Und da unser Trabant auch bei Zwangsverpflegung durch Mr. Hipp nicht mehr so ganz zu retten ist, machen wir uns mit L. Ron Hubbard Gedanken über schöne Reisen durch den Orbit und halten seiner ironiefreien Kirche ein gutes Stück Literaturkritik vor die Nase.

Oder wir fahren mit der SZ nach Barcelona, da gibt es Kultur und gutes Essen, das lenkt ab. Und wem das zu teuer ist, der geht zu Dolce Pizza in Schöneberg am Nollendorfplatz und schickt seine Geschmacksneuronen nach Neapel. Der Rest kann ja zuhause bleiben und verdauen.

Dienstag, 21. August 2007

literaturtheorie leicht gemacht

wer es nicht so mit narratologie in scheibchenform hat und auch sonst nicht weiß, wie er prä- von suffixen unterscheiden und das wortgeklapper in der mitte noch dazu verstehen soll, dem sei an dieser stelle allerwärmstens ein riesenmaschinen-eintrag von sascha lobo empfohlen, der so ziemlich alles an begriffen, die man für eine gediegene stehpartyposernummer braucht, anhand eines prenzlauer kellers zurechterklärt.

bravo, mr. lobo, das nenne ich arbeit.

ach so, und wer die riesenmaschine auch ohne wlan lesen möchte, kann sich das wunderbare best-of-buch von heyne kostenneutral gleich ganz runterladen und staunen, wie gut online auch offline geht.

Donnerstag, 9. August 2007

humboldt repainted

seit vielen jahrzehnten gibt es eine von inter nationes (heute: goethe-institut) herausgegebene kulturzeitschrift namens humboldt, die sich um den kulturellen austausch zwischen deutschland und lateinamerika bemüht und an einen kreis von 20.000 mulitplikatoren zweimal im jahr kostenlos versendet wird. die zeitschrift hat gerade in universitären, intellektuellen und künstlerkreisen ein hohes ansehen.

das geht mittlerweile soweit, dass nun ein brasilianischer maler humboldt selbst zur grundlage seiner arbeiten gemacht hat. blorges staunt: